Sugar

Sugar wurde am 11.11.2004 geboren und landete im Tierheim Bonn. Dort wurde sie von mir im März 2005 gemeinsam mit ihrer Schwester Spot abgeholt. Nachdem Shiva über die Regenbogenbrücke gegangen war, saßen Lily und Gypsy ziemlich einsam in ihrem großen Käfig, so dass wir uns entschlossen, eine neue Ratte dazuzuholen.
Da Sugar und Spot aber Geschwister sind, gemeinsam ins Tierheim gekommen waren und dort auch immer zu zweit blieben, brachte ich es nicht übers Herz, nur eine von beiden mitzunehmen. Das war für Sugar erstmal ziemlich stressig, weil sie sich einfach nicht einfangen lassen wollte. Wie verrückt sprang sie durch den Käfig, und es dauerte einige Zeit, bis wir sie endlich hatten.

Sugar hat in ihrem Leben wohl schon viel durchgemacht. Sie ist sehr verschreckt und die schlimmste Angstbeißerin, die ich kenne. Anfassen lässt sie sich bisher gar nicht, und den anderen Ratten gegenüber ist sie häufig sehr fies. Sogar Spot verschont sie nicht.
Hat eine von den anderen Rattis ein Leckerli bekommen, so versucht sie ständig, es wegzunehmen. Leckerlis die man ihr mit der Hand anbietet, nimmt sie erst nach seeehr langem Überlegen, und dann so hastig dass sie einem fast die Finger mit abbeißt. Sie hat wohl noch viele Hürden zu überwinden, bis sie ein bisschen zutraulicher wird.
Sugar ist eine “Leseratte”: Sie sieht aufgrund ihrer roten Augen nicht so gut. Deshalb bewegt sie den Kopf ständig hin und her. So kann sie sich besser orientieren. Vielleicht ist das mit ein Grund, dass sie immer noch so misstrauisch ist…
Einen kleinen Erfolg hatten wir aber schon! Wo sie normalerweise direkt beißt, wenn man ihr die Hand hinhält, hat sie letztens doch tatsächlich an meiner Hand geschnuppert! Ich hatte sie gar nicht gesehen, erst als ich ihre Nase an meinem Finger spürte hab ich hingeschaut. Da war sie natürlich schnell wie der Blitz wieder weg - aber gebissen hat sie nicht!
Am 06.11.2006 ist unsere Sugi des nachts heimlich über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich fand sie wie schlafend in ihrem Käfig liegend. In den letzten Monaten war sie ruhiger und ein wenig dünner geworden, aber sie war bis zu ihrem letzten Tag fröhlich und munter. So kann ich sie beruhigt ziehen lassen, in dem Wissen, dass sie ein wunderschönes Leben hatte.
Liebe Sugar, lass es dir gut gehen, dort hinter der Regenbogenbrücke, wo du wieder so schnell rennen kannst wie als junges Ratti. Und grüß Hopey von mir.
Leb wohl!



