Nara

Nara. Tja, was soll ich dazu sagen. Man sieht nicht viel von ihr, weil sie meistens im Käfig bleibt. Wenn die Tür offen steht und die Rattenbande nach draußen stürmt, kümmerts Nara nur selten. Sie steckt höchstens mal kurz die Nase raus, schnuppert ein bisschen und haut dann wieder ab.
Nara habe ich aus dem Tierheim Troisdorf. Auf der Homepage hatte ich ein paar Ratten gesehen, und da wir noch Platz hatten, sind wir einfach mal hingefahren. Dort saß sie dann mit Bibi, ihrem letzten übrig gebliebenen Baby, im Käfig. Beide waren ziemlich scheu. Die anderen Babys waren schon vermittelt, nehme ich an.

Nara war zu dem Zeitpunkt höchstens vier oder fünf Monate alt, sie musste also noch sehr klein gewesen sein, als sie die Babys bekam. Vielleicht ist sie deshalb so verschreckt. Ihre Tochter mag sie auch nicht wirklich - kein Wunder, weil Bibi keine Gelegenheit auslässt, ihre Mama zu ärgern. Sie klaut mit Vorliebe Naras Futter.
So langsam kommt Nara jetzt öfter raus - sie wird zutraulicher. Ich vermute, dass sie auch nicht so gut sehen kann - sie bewegt sich immer sehr langsam und vorsichtig, wenn sie draußen ist. Aber anscheinend hat sie sich entschieden, nun doch ein bisschen am Gemeinschaftsleben mit uns teilzunehmen.
Mittlerweile haben wir zwei Rudel, weil die vier neuen Rattzen sich partout nicht mit den drei “alten” vertragen wollen. Dafür haben sich Sugar, Nara und Bibi endlich zusammengerauft. Es gibt nicht mehr so häufig Streitereien ums Futter wie früher. Das wurde aber auch mal langsam Zeit!
Am 10. März 2007 ist Nara im Laufe des morgen friedlich eingeschlafen. Bei der morgendlichen Fütterung lag sie dort an ihrem Lieblingsschlafplatz. Mach’s gut, kleine Nara! Sicher geht es dir gut hinter der Regenbogenbrücke. Wir vermissen dich!



