Bibi

Bibi ist unsere kleine Wildrattz. Nein, nicht wirklich. Aber sie benimmt sich so. Obwohl sie noch sehr klein war, als sie zu uns kam, ist sie sehr scheu. Sämtliche Bemühungen, sie zu zähmen, schlugen fehl. Ein Riesenaufruhr herrscht jedes Mal, wenn sie mal beim Auslauf entwischt und unter irgendwelche Schränke kriecht, weil sie so schwer wieder einzufangen ist. Aber fangen wir doch mal am Anfang an.

Bibi habe ich Ende Mai 2005 mit ihrer Mama Nara zusammen aus dem Tierheim Troisdorf geholt. Eigentlich wollte ich nur eine Ratte mitnehmen, aber ich konnte ja schlecht die beiden trennen.
Bibi war zu dem Zeitpunkt grade mal knapp zwei Monate alt. Sie wurde am 05.04.2005 im Tierheim geboren. Ihre Mutter wurde schwanger dort abgegeben, vermutlich eine Zooladenschwangerschaft.
Wenige Tage nach der Ankunft im Tierheim bekam Nara ihre Babys, die auch alle bis auf Bibi recht schnell vermittelt waren. Und weil es fies gewesen wäre, das Baby von der Mutter zu trennen, nahm ich beide mit.
Zuhause angekommen, verstanden sich beide schon nach wenigen Wochen super mit den anderen. Zu uns Menschen bekam Bibi aber genau wie ihre Mutter nur sehr, sehr langsam Vertrauen. Vielleicht hat sie auch einfach kein Interesse daran? Na ja, mittlwerweile flüchtet sie wenigstens nicht mehr jedes Mal sofort wie der Blitz in den Käfig, wenn man sich auch nur in ihre Richtung bewegt.
Lustig an Bibi ist auch, dass sie einfach nicht zu wachsen scheint. Sie wurde zwar größer, aber nur sehr langsam und auch nicht viel. Jetzt müsste sie eigentlich ausgewachsen sein; wir haben bald März 2006 und sie ist somit bald ein Jahr alt. Trotzdem ist sie nicht viel größer als eine kräftige Maus. Das hinderte sie jedoch nicht daran, die frechste Rotznase von allen zu werden - Kabbelei im Käfig? Gequietsche? Bibi ist garantiert mit von der Partie!
Im Dreierrudel Sugar - Nara - Bibi ist die Kleine definitv zum Boss herangewachsen. Das scheint ihr aber sehr gut zu tun, denn sie ist nicht mehr so frech zu den anderen beiden. Sugar, die langsam alt wird, bemuttert sie sogar ab und zu ein bisschen. Da bleibt ja noch Hoffnung, dass die liebe Bibi doch gar nicht so böse ist, wie es anfangs schien *zwinker*.
Vor gerade mal einer Woche, am 10. März, ist unsere Rattenomi Nara gestorben. Sie lebte mit ihrer Tochter Bibi zusammen in einem Käfig, während die 4 anderen Rattis den zweiten bewohnen. Jeder Versuch, beide Rudel zusammenzuführen, schlug fehl, und so haben wir es irgendwann aufgegeben.
Heute morgen, am 17. März 2007 bei der Fütterung, fand ich dann auch Bibi schlafend im Käfig liegend vor. Nur 7 Tage nachdem ihre Mutter starb, ist nun auch Bibi über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie wurde fast zwei Jahre alt und war bis zuletzt fit und sprang herum wie ein junges Ratti. Sie verbrachte ihr ganzes Leben mit ihrer Mutter zusammen, und so war sie wohl zu einsam ganz allein in dieser Welt. So folgte sie ihrer Mutter in die nächste. Leb wohl, kleine Bibi! Ich vermisse dich, meine kleine Knuddelkugel!



