Käfig & Einrichtung

Wie bei allen Nager gilt auch bei Meerschweinchenkäfigen die Grundregel: Je größer, desto besser. Wie groß der Käfig mindestens sein muss, entscheidet sich danach, ob die Meeris viel Auslauf bekommen. In diesem Fall wird pro Meerschweinchen eine Grundfläche von 0,5 Quadratmetern angenommen. Bekommen sie aber wenig Auslauf, sollte jedes Meerschweinchen mindestens eine Fläche von einem Quadratmeter zur Verfügung haben. Der Käfig muss also deutlich größer sein, wenn die Tiere wenig Auslauf bekommen.

Meerschweinchenkäfig

Wer sich für einen Käfig aus dem Zoofachhandel entscheidet, der sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Käfig groß genug ist. Der links abgebildete Käfig hat eine Grundfläche von knapp einem Quadratmeter und ist somit gerade ausreichend für zwei Meerschweinchen. Alles was unter dieser Größe ist ist somit ungeeignet, da man Meeris mindestens zu zweit halten sollte.

Eine gute Alternative zu einem gekauften Käfig ist immer ein Selbstbau. Bei Meerschweinchen, die nicht so hoch springen können wie andere Nager, darf dieser ruhig auch mal oben offen sein. Das erleichtert das Reinigen des Käfigs um einiges und außerdem kann man die Meeris so in Ruhe beobachten, wie sie herumlaufen und klettern.

Auf der Seite Meerschweinchen Info gibt es eine tolle Bildergalerie mit vielen Eigenbauten und dazugehörigen Baunanleitungen. Dort könnt ihr euch Anregungen für euer persönliches Meerschweinchenparadies holen und eure Meeris hausen dann bald auch in einem absoluten Traumgehege, in dem sie sehr glücklich sind.

Der Käfig sollte je nach Größe ein bis zweimal in der Woche gereinigt werden - allgemein gilt je größer der Käfig desto größer können die Abstände zwischen zwei Reinigungen sein. Meerschweinchen haben meist keine Pinkel- oder Kotecken, sie verrichten ihr Geschäft dort wo sie gerade sind. Allerdings kann man zwischendurch Frischfutterreste entfernen, damit sie nicht verderben und dann noch gefressen werden.

Außenhaltung

Meerschweinchen können bei geeigneter Ausrüstung ganz- oder halbjährig draußen gehalten werden. Es gibt Käfige für die Außenhaltung natürlich auch zu kaufen, jedoch sind sie meistens nicht groß genug. Am besten eignet sich also auch hier ein Selbstbau. Dabei ist zu beachten, dass ein großes Häuschen vorhanden ist, und bei ganzjähriger Außenhaltung muss das Häuschen isoliert sein.

Meerschweinchen die bisher nicht draußen gehalten wurden, müssen vorher langsam an das Grasfressen und an die Außenhaltung gewöhnt werden. Das geschieht am besten im Sommer. Das Meerschweinchengehege sollte vor allzu starker Sonneneinstrahlung geschützt sein, damit die Meeris nicht überhitzen. Das Häuschen muss außerdem vor Regen und Zugluft geschützt sein.

Eine ausführliche Anleitung zur Außenhaltung könnt ihr auf der Seite Meerschweinchen Info nachlesen.

Was kommt rein?

Erstmal eine dicke Schicht Streu, mehrere Zentimeter sollten es schon sein. Geeignet ist normale Kleintierstreu, Hanfstreu, Leinstreu, Strohpellets und die meisten anderen Streusorten. Stroh alleine sollte besser nicht verwendet werden, da das Stroh nicht so saugfähig ist wie Einstreu. Wer Stroh verwendet, sollte daher auch noch eine dünnere Schicht Einstreu darunter geben, damit der Urin gut aufgesaugt wird.

Ein Häuschen brauchen die Meeris natürlich auch, am besten mehrere. Sie kuscheln zwar gerne miteinander, aber und zu will sich ja jeder mal aus dem Weg gehen. Die Häuser sollten mindestens 30×40 cm groß sein und einen ausreichend großen Eingang haben. Häuser aus Plastik sind wegen der fehlenden Luftdurchlässigkeit ungeeignet. Ein Flachdach ist besser als ein Spitzdach, dann können die Meeris noch daraufklettern und es als Aussichtsplattform nutzen.

Anders als kleinere Nager brauchen Meerschweinchen keine aufwendigen Klettertürme oder andere Spielereien. Dennoch kann man ihnen einige Einrichtungsgegenstände zur Verfügung stellen, an denen sie Spass haben.

In Aquaristikgeschäften und Fachabteilungen gibt es allerlei Korkzeugs zu kaufen, das man wunderbar als Einrichtung für die Meeris benutzen kann. Korkröhren und -höhlen sehen gut aus und sind bestens geeignet, da sie kaum Flüssigkeit aufnehmen und nicht so schnell anfangen zu riechen.

Mit Etagen kann man die Käfigfläche vergrößern. Im Gitterkäfig montiert man sie mit Schrauben an den Seiten am Gitter, bei Selbstbauten kann man sie fest einbauen oder auch herausnehmbar. Die Meeris brauchen aber unbedingt breite Laufstege, die nicht zu steil sind, damit sie auch jede Etage erreichen. Die Steigung sollte nicht größer als 35 Grad sein und die Stege mindestens 20 cm breit. So fühlen die Meeris sich sicher. Fest verankern nicht vergessen, damit sie nicht runterfallen während ein Schweinchen darauf läuft!

Zum Abnutzen der Krallen kann man Steine in den Käfig legen. Die Meeris klettern gerne darauf herum und man braucht so die Krallen nicht schneiden. Auch rauhe Fliesen eignen sich dazu, ebenso Ziegelsteine oder Pflastersteine. Im Sommer können die Tiere sich auch gut darauf legen und abkühlen.

Zum darunter verstecken und auch zum drüberklettern eignen sich Weidenbrücken bzw. Nagerbrücken. Diese gibt es in fast jedem Zoogeschäft und bei diversen Onlineshops. Manche sind schon vorher gebogen, andere kann man in die gewünschte Form zurecht biegen.

Auch Röhren aller Art mögen die Meeris gerne, zum Beispiel Abflussrohrstücke aus dem Baumarkt, große Versandröhren aus Pappe oder Tonröhren. Dabei sollte man beachten dass der Durchmesser mindestens 15 cm beträgt, damit die Tiere nicht stecken bleiben können. Zu lang sollten die Röhren auch nicht sein, damit es darin nicht stickig wird.

Kuschelnest

Zum kuscheln kann man den Meeris Hängematten oder Kuschelhöhlen aus Stoff aufhängen. Diese kann man leicht selbermachen. Wer nicht handarbeitlich begabt ist, kann natürlich auch im eBay-Shop bei Petra eine oder mehrere der tollen selbstgenähten Hängematten bestellen, die es dort natürlich auch für Meeris gibt. Am besten eignen sich die Artikel mit dem Zusatz XL und XXL. Kuschelnester, Kuscheltonnen, Würfel - da bleibt kein Wunsch offen!

Alle angebotenen Artikel kann man einfach in der Waschmaschine waschen und bekommt sie so ganz leicht ohne viel Anstrengung wieder sauber.