Allgemeines

Hamster

Hamster (Cricetinae) gehören zur Gruppe der Nagetiere und sind mit Mäusen eng verwandt - sie sehen ihnen ja auch bis auf den Schwanz ziemlich ähnlich. Unsere “Heimhamster” unterteilt man in zwei Gruppen: Zwerghamster (Roborowski, Dsungare) und Mittelhamster (Goldhamster, Teddyhamster). Außerdem gibt es noch ihre wilden Verwandten, die Feldhamster.

Die meisten Hamster werden zwischen zwei und vier Jahren alt, können aber bei guter Pflege durchaus auch älter werden. Es soll Hamster geben, die bis zu 6 Jahre alt wurden. Ob das stimmt, weiß ich allerdings leider nicht - ich habe meinen ersten Hamster gerade seit ein paar Wochen und hoffe, dass er noch lange lebt!

Hamster sind nachtaktive Tiere, das heißt sie eignen sich am besten für Menschen, die gerne lange wach bleiben oder aber sehr früh aufstehen. Wann ein Hamster aktiv wird ist unterschiedlich: Manche stehen schon um 18 Uhr abends auf, andere dagegen erst um Mitternacht. Niemals sollte man einen Hamster wecken wenn er schläft, erst recht nicht in den ersten Wochen: Es bedeutet großen Stress für ihn.

Im Gegensatz zu Ratten und Mäusen sind Hamster Einzelgänger und sollten nicht in Gruppen gehalten werden. Ein Hamster lebt auch in der Natur alleine, macht euch also keine Sorgen um ihn, er ist nicht einsam! Mit einer interessanten Käfiggestaltung und einem guten Bezug zu seinem Menschen ist der Hamster vollauf zufrieden.

Anschaffung

Bevor man sich einen Hamster zulegt, sollte man sich darüber im klaren sein, ob man das Tier gut versorgen kann. Es braucht regelmäßig Futter und Einstreu sowie eventuell ab und zu neue Käfigeinrichtungsgegenstände, und eventuell kommen später einmal Tierarztkosten auf einen zu.

Es ist ratsam, vor der Anschaffung zu überprüfen ob man gegen Hamster allergisch ist. Eine Tierhaarallergie kann im Zweifel gefährlich werden. Dann muss man bedenken, dass die Tiere das ganze Jahr Pflege brauchen: Wenn man in Urlaub fahren möchte braucht man also jemanden, der sich um den Hamster kümmert. Hamster werden 2-4 Jahre alt und haben damit eine eher kurze Lebenserwartung. Daher sollte man sich im klaren darüber sein, ob man mit dieser kurzen Lebensdauer klarkommt.

Für Kinder sind Hamster eingeschränkt geeignet. Dadurch dass sie nachtaktiv sind, hat das Kind im Grunde nichts von dem Tier. Auch machen manche Hamster in ihrem Käfig einen ziemlichen Lärm, wenn sie aktiv sind - da Kinder ihr Tier meist auch gerne im eigenen Zimmer haben möchten, könnte der Hamster die Nachtruhe des Kindes stören.

Für ältere Kinder, die zuverlässig den Hamster schlafen lassen wann er will, sind Hamster dagegen schon eher geeignet. Auch hier sollte man sich als Elternteil jedoch immer bewusst darüber sein, dass im Endeffekt die Eltern die Verantwortung für das Tier haben. Sie müssen die Tierarztkosten bezahlen, und wenn dann doch mal der Hamster uninteressant wird müssen sie die Versorgung übernehmen. Eltern sollten ihrem Kind nur dann einen Hamster erlauben, wenn sie dazu bereit sind.

Alle Fragen sind geklärt, und dem Hamsterkauf steht nichts im Wege? Zunächst lohnt es sich, im örtlichen Tierheim nach kleinen Hamsterlis zu suchen. Eine Kleinanzeigenrubrik gibt es bei Rodent-Info.net. Auch bei uns im Forum findet ihr ab und zu Tiere zur Vermittlung.

Wenn man in einen Zooladen geht, sollte man auf jeden Fall ein paar Dinge beachten: Die Tiere sollten nach Geschlechtern getrennt gehalten werden. Ansonsten kann es passieren, dass man plötzlich ein Dutzend kleine Hamsterbabys hat! Auch sollten die Hamster nicht in zu engen Käfigen gehalten werden und allgemein einen gesunden und aufgeweckten Eindruck machen. Idealerweise werden die Tiere im Zooladen tierärztlich betreut.

Arten

Im folgenden werden die vier häufigsten Heimtier-Hamsterarten vorgestellt.

Goldhamster

Goldhamster

Die bekannteste Hamsterart. Ihren Namen haben sie von der Farbe, denn es gibt sie in wunderschönen Goldtönen, einfarbig oder gescheckt mit weiß. Es gibt aber auch schwarze und braune Goldhamster und die entsprechenden Scheckformen. Sogar dreifarbige Hamster gibt es. Goldhamster werden 15 - 18 cm groß. Sie stammen ursprünglich aus Syrien.

Teddyhamster

Goldhamster

Teddyhamster sind Goldhamster mit langem Fell. Gleich nach der Geburt erkennt man einen Teddyhamster noch nicht, da das Fell erst nach und nach länger wird. Ist es dann lang, sollte man regelmäßig das Fell pflegen: Kleine Knötchen entfernen und Schmutz herauskämmen. Ebenfalls ist es ratsam, keine Holzstreu zu verwenden, da sie im Fell leicht hängen bleibt. Sarahs Teddyhamster Jango ist auf jeden Fall sehr fotogen!

Roborowski Zerghamster

Roborowski Zwerghamster

Roborowski Zwerghamster werden 5 - 9 cm groß und sind damit eine der kleinsten Hamsterarten. Es gibt sie in verschiedenen Grau- und Brauntönen. Einige Robo-Halter schwören auch hier auf Einzelhaltung, bei anderen heißt es er ist ein Rudeltier und braucht Gesellschaft - im Endeffekt muss das wohl jeder für sich ausprobieren. Ich schätze es ist von Hamster zu Hamster verschieden.

Dsungarischer Zwerghamster

Dsungarischer Zwerghamster

Der Dsungarische Zwerghamster wird 7 - 9 cm groß und hat seine Heimat in Kasachstan und Sibirien. Er wechselt im Winter sein ansonsten bräunliches Fell in ein weißes Winterfell. Im Gegensatz zu anderen Hamsterarten sind Dsungaren auch mal tagsüber wach, ihre Wach- und Schlafphasen wechseln ab und zu. Rechts seht ihr die Zerghamsterdame Minnie, für deren Foto ich Sandra herzlich danke.